Was ist ein eTicket?

Ein eTicket ist ein elektronischer Fahrschein. Im Sinne von (((eTicket Deutschland handelt es sich um einen elektronischen Fahrschein - oder fachlich ausgedrückt um eine Fahrberechtigung - für den öffentlichen Personenverkehr (ÖPV). Wenn wir von einem solchen Ticket sprechen, kennzeichnen wir das durch die Schreibweise mit den drei Klammern. Damit zeigen wir, dass es sich um ein elektronisches Ticket für (((eTicket Deutschland handelt. Gespeichert wird ein (((eTicket auf einem Chip. Dieser kann auf einer Chipkarte sein, einem Smartphone oder einem anderen Nutzermedium. Ein Nutzermedium ist alles, was einen geeigneten Chip besitzt, der über ein standardisiertes Funkverfahren zu lesen und zu beschreiben ist.

Der Fahrschein wird als Datensatz abgebildet und verschlüsselt. Dadurch ist dieser vor Kopien und Manipulationen geschützt. Um die Echtheit eines solchen (((eTickets zu prüfen, nutzen Kontrollteams elektronische Lesegeräte, die das (((eTicket entschlüsseln, prüfen und sofort anzeigen, ob das Ticket hier und jetzt gültig ist.

Im Fall des Smartphones, wird das (((eTicket optisch als 2D-Barcode auf dem Display angezeigt. Das liegt vor allem daran, dass noch nicht alle Smartphone-Hersteller die benötigten Möglichkeiten zum Datenaustausch via Funk zu Verfügung stellen.

Genaugenommen handelt es sich bei einem ausgedruckten Barcode auf Papier auch um ein elektronisches Ticket. Dieses ist ebenfalls vor Manipulationen geschützt und kann elektronisch kontrolliert werden. Allerdings lassen sich ausgedruckte Barcode-Tickets nicht gegen kopieren absichern. 

Ein elektronisches Ticket existiert aber nicht einfach alleine. Es benötigt ein System aus verschiedenen Komponenten die zusammenwirken. Das (((eTicket wird in einem Hintergrundsystem erzeugt, durch eine IT-Sicherheitsinfrastruktur abgesichert, über Vertriebssysteme ausgegeben, auf einem Nutzermedium gespeichert und mit Kontrollsystemen überprüft.

 

Um teure und nicht kompatible Insellösungen zu vermeiden, hat man in Deutschland größer gedacht und einen nationalen Standard für elektronisches Fahrgeldmanagement (EFM) entwickelt:
Die VDV-Kernapplikation.

 

Dies ist die technische Basis für (((eTicket Deutschland.

 

 

Bei der VDV-Kernapplikation handelt es sich um eine Bauanleitung für EFM-Systeme in Deutschland. Durch die Verwendung der selben Bauanleitung bzw. des selben Standards, sind alle lokal entstehenden Systeme in der Lage auch untereinander zu kommunizieren und sich dadurch miteinander zu vernetzen.

(((eTicket Deutschland umfasst neben dem Standard aber mehr. Hier sind alle  Bestandteile gebündelt, die eine vernetzte Mobilität oder wie es technisch heißt; ein interoperables eTicketing benötigt. Regeln, Rollen, zentrale Hintergrundsysteme und ganz wichtig für den Kunden: Orientierung. Damit jeder Kunde sofort erkennt, wo er was mit seinem (((eTicket in Deutschland machen kann, wurden verschiedene Piktogramme und natürlich das Logo entwickelt. Überall wo Sie das blaue „(((e“ sehen, können Sie (((eTickets nutzen.

Was kann (((eTicket Deutschland?

(((eTicket Deutschland bietet alle Möglichkeiten um ein (((eTicket im ÖPV zu nutzen.

Heute bieten die ca. 450 Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünde die (((eTicket Deutschland nutzen hauptsächlich das (((eTicket als Zeitkarte (Monat oder Jahreskarten) auf der Chipkarte an. Insgesamt sind damit über 15 Millionen aller ÖPNV-Abonnenten in Deutschland ausgestattet. Das sind ungefähr 80% der Vielfahrer im ÖPNV.

Aber (((eTicket Deutschland kann deutlich mehr, um auch in Zukunft spannende flexible Angebote von den Verkehrsunternehmen und -verbünden an Ihre Fahrgäste zu ermöglichen.

Richtig interessant wird es dann bei Verfahren wie Check-In / Check-Out (CiCo), Check-In / Be-Out (CiBo) und Be-In / Be-Out (BiBo).

Pre-Paid und anonymer Einsatz

Wie aus dem Mobilfunk bekannt, können auch (((eTicket Deutschland Chipkarten mit einem Guthaben aufgeladen werden. Diese Pre-Paid-Guthaben kann dann je nach Angebot des Verkehrsunternehmens direkt durch einen Check-In an einem Terminal „verfahren“ werden oder es können mit dem Guthaben Fahrkarten gekauft werden.

Dieser Einsatz ist vollständig anonym zu organisieren, so dass die Pre-Paid-Chipkarten an Verkaufsautomaten ausgegeben werden und aufgeladen werden können.

Mit Hilfe eines Kundenkontos bei dem ausgebenden Verkehrsunternehmens läst sich die Pre-Paid-Chipkarte um die Auto-Load-Funktion erweitern. Ist das Guthaben aufgebraucht oder erreicht es eine untere Grenze, wird ein durch den Kunden festgelegter Betrag automatisch wieder nachgeladen. 

Check-In und Check-Out

Bei Check-In / Check-Out-Systemen (CiCo) hält der Kunde sein Nutzermedium zum einchecken an ein Terminal bzw. Lesegerät. Das gleiche macht er beim Um- oder Ausstieg. Der Fahrpreis wird im Hintergrund berechnet (automatische Fahrpreisermittlung) und entweder direkt vom Guthaben auf der Chipkarte abgezogen (Pre-Paid) oder am Monatsende in Rechnung gestellt (Post-Paid).

Diese automatische Fahrpreisberechnung ermöglicht haltestellengenaue Abrechnungen, so dass nur noch das bezahlt werden muss, was auch tatsächlich gefahren werden muss. 

Eine Mischform ist das Check-In / Be-Out (CiBo). Hier checkt der Kunde im Fahrzeug bei Fahrtantritt ein und aktiviert damit in der Regel einen Zeittarif, der z. B. 90 Minuten gültig ist. Ein aktiver Check-Out ist nicht erforderlich. Der Fahrgast kann innerhalb der 90 Minuten fahren soviel er oder sie will.

CiBo wird auch immer mehr für Gelegenheitskunden in Kombination mit einer Smartphone-App eingesetzt. Hier öffnet der Fahrgast die App des Verkehrsunternehmens und checkt sich via App im Fahrzeug ein. Ein Check-Out ist nicht erforderlich, da durch die aktive Standorterkennung das Verlassen des Fahrzeugs registriert und der Check-Out automatisch erfolgt. 

Be-In und Be-Out

Der Grundansatz der automatischen Fahrpreisberechnung ist bei Be-In / Be-Out-Systemen der Gleiche wie bei CiCo. Hier ist aber keine aktive Handlung des Fahrgastes mehr vorgesehen. Der Fahrgast oder sein Nutzermedium wird bei Betreten des Fahrzeuges erfasst und registriert. Ein aktiver Check-In ist nicht nötig. Verlässt der Fahrgast das Fahrzeug, wird dies ebenfalls registriert und die Berechnung des Fahrpreises erfolgt im Hintergrund.

Im Einsatz ist diese Technik in Deutschland noch nicht. Es laufen verschiedene Forschungsprojekte, um unterschiedliche Technologien auf ihren Einsatz in der Massenanwendung und mit Blick auf eine robuste Verwendung zu erproben. 

Die Vision von (((eTicket Deutschland ist es, mit einer Chipkarte alle öffentlichen Personenverkehrsmittel in Deutschland nutzen zu können. Der Fahrgast aus Köln soll seine Chipkarte dann auch in Berlin, München oder Hamburg nutzen können – genau wie er es von zu Hause gewohnt ist.

(((eTicket Deutschland kann aber noch mehr: mit dem (((eTicket können ganz unterschiedliche Verkehrsmittel miteinander vernetzt und genutzt werden: Bus und Bahn – Carsharing – Bikesharing – so ziemlich alle Mobilitätsangebote können integriert werden. Intermodal und multimodal unterwegs mit (((eTicket Deutschland.

Und wer den Eintritt ins Freibad, in den Zoo oder Tickets für Parkhäuser mit auf sein (((eTicket laden will – auch das ist möglich.

Handyticket

Handytickets erfreuen sich immer größer werdender Beliebtheit. Smartphones sind weitverbreitet und immer mehr Kunden erwerben Ihre Fahrkarten über die App der Verkehrsunternehmen und –verbünde.

Diese Fahrkarten werden als statischer, also unveränderbarer, 2D-Barcode herausgegeben. Im Gegensatz zu einem (((eTicket auf einer Chipkarte, ist der 2D-Barcode optisch sichtbar und auch optisch per Barcode-Leser kontrollierbar.

Bisher nutzen besonders Gelegenheitsfahrer das Handyticket um Kurzstrecken-, Einzel-, oder Tagestickets zu erwerben. Viele Verkehrsunternehmen und –verbünde planen zurzeit, auch höherpreisige Tarifprodukte wie Abos auch als Handyticket anzubieten.

Hier stößt aber der 2D-Barcode an seine Sicherheitsgrenzen. Diese statischen Barcodes verfügen über keinen Kopierschutz und die Kontrolle erfordert daher auch immer die zusätzliche Kontrolle eines ID-Mediums (i. d. R. der Personalausweis). Um die Kontrolle zu beschleunigen und das Handyticket ebenfalls zu schützen hat (((eTicket Deutschland eine neue Technologie im Aufbau. Mehr Informationen hierzu haben wir einfach verständlich auf unserer Themenseite VDV-Barcode mobile+ zusammengestellt.