ÖPNV und Ticketing in Europa

Interoperabilität beginnt vor der eigenen Haustür und darf nicht an Ländergrenzen enden. Deshalb arbeiten wir eng mit unseren Partnern in den europäischen Nachbarländern zusammen. 

Das sind die zur französischen Regierung gehörende Agence de l'Innovation pour les Transports (AIT), die belgische Calypso Network Association, die britische ITSO und natürlich der Weltverband International Association of Public Transport (UITP).

Gründungsmitglied der Smart Ticketing Alliance

Gemeinsam mit unseren Partnern AFIMB, Calypso, ITSO und UITP haben wir im Jahr 2015 die Smart Ticketing Alliance (STA) gegründet. Die STA ist eine gemeinnützige Vereinigung, die die Zusammenarbeit zwischen nationalen und regionalen Smart-Ticketing-Systemen fördert, um ein interoperables "Smart Ticketing" in ganz Europa zu schaffen. Ein Fokusthema der STA ist zum Beispiel das Account Based Ticketing. 

Zur Smart Ticketing Alliance

Die alten und neuen Vorsitzenden der Smart Ticketing Alliance

John Verity, STA

John Verity war mehr als 15 Jahre lang Vorstandsvorsitzender der STA. Am 11. Mai 2022 wurde er auf der IT Trans in Karlsruhe aus dem aktiven Dienst verabschiedet.

sta-vorstand nils zeino ralf gambetta

Am 11. Mai 2022 wurde der neue STA-Vorstand gewählt: Ralph Gambetta (Calypso) ist neuer Vorsitzender, Nils Zeino-Mahmalat (VDV eTicket Service) sein Stellvertreter. 

Ticketing in Europa

Mit einem Ticket Bus, Bahn und Zug nutzen? In Deutschland ist das Standard, im Ausland Seltenheit. Es gibt auch nur eine Handvoll Länder, in denen der Zugang zum ÖPNV frei von Schranken, Toren und Barrieren ist.  Elektronisches Ticketing ist dagegen auch im europäischen Ausland weit verbreitet. 

In den Niederlanden zum Beispiel haben die fünf größten Verkehrsunternehmen im Jahr 2002 die Gesellschaft Trans Link Systems gegründet und das elektronischen Ticket OV-chipkaart eingeführt. 

Ebenfalls 2002 begann die Karriere der Oystercard in London: Damals wurde die Chipkarte testweise an 80.000 Mitarbeiter des Verkehrsunternehmens „Transport for London“ verteilt. Seit 2003 gibt es die Oystercard für alle als Zeitkarte (Wochen- und Monatstickets) sowie als Prepaid-Karte für Einzelfahrten mit Abrechnung nach dem Bestpreis-Prinzip.